Motorboot

Die Rettung per Muskelkraft alleine reicht bei den größeren Seen wie dem Vilstalstausee oder bei Flüssen wie Isar und Donau nicht mehr aus. Aus diesem Grunde ist die Wasserwacht auf dem Einsatz von Motorrettungsbooten (MRB) angewiesen. Diese speziell für die Belange des Wasserrettungsdienstes gebauten Boote sind für den Einsatz auf die jeweils regionalen Begebenheiten abgestimmt.

Die Wasserwacht Reisbach hat ein Boot der größten Kategorie 3 und ist somit universell auf den größeren Gewässern in und auch außerhalb des Landkreises Dingolfing-Landau einsetzbar. Für die kleineren Gewässer hat die Ortsgruppe Reisbach noch ein Schlauboot. Dies kommt vor allem in der Vils, kleinen Badeweihern und bei Eisrettungen zum Einsatz. Für Einsätze am Eis ist seit letztem Jahr auch noch ein aufblasbarer Eisrettungsschlitten verfügbar.

Aufgrund der unterschiedlichsten Einsatzszenarien und verschiedener Bootstypen ist die Ausbildung zum Dienstführerschein Motorboot der Wasserwacht sehr umfangreich und geht weit über die Anforderungen des Sportbootführerscheins hinaus. In unseren Bereichen wird der sogenannte Binnen-Schein ausgebildet. Daneben gibt es noch für die Küstenregionen den Motorbootschein See. Voraussetzung ist, wie für alle Fachausbildungen, eine abgeschlossene Wasserretterausbildung. Die Ausbildung zum Motorbootführer beinhaltet neben einer umfassenden nautischen Ausbildung in Theorie und Praxis auch wasserwachtsspezifische Inhalte mit abschließender Prüfung, ebenfalls sowohl in Theorie als auch Praxis.

Im Wach- und Einsatzdienst sind die aktuell 8 Bootsführer der Wasserwacht Reisbach zur Absicherung von Regatten oder anderen Veranstaltungen am und im Wasser, sowie bei allen Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe mit dabei.